Jahrestagung der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa
Thema: Ansiedlung und Eingliederung der Deutschen im 18. Jahrhundert.
Ihr Beitrag zum Neuaufbau des Königreich Ungarns
Datum: Pécs, 2.-4. Oktober 2008
Ort: Hotel Kikelet Pécs
Veranstalter: Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa e.V. Tübingen, Universität Pécs, Institut für Geschichte und Stiftungslehrstuhl für deutsche Geschichte und Kultur im südöstlichen Mitteleuropa
Datum, Ort: 2.-4. Oktober 2008,
Nachwuchsseminar für Studenten am 2.10.2008, 9 Uhr: Siedlungsgeschichte und Siedlungsgeographie im Spiegel dér Quellen (Gesetze, Ansiedlungsverträge, Einrichtungswerk u.a.).
Die Geschichte Ungarns im 18. Jahrhundert ist geprägt von einem Aufbauwerk, das nach der Eroberung der türkisch besetzten Gebiete in den Türkenkriegen von 1683-1699 und 1716-1718 einsetzte und zu einem großen Anteil von den neu angesiedelten Kolonisten mitgestaltet wurde. Es geht daher in dieser Tagung darum, die Prozesse der Ansiedlung und der Eingliederung herauszuarbeiten, die Akteure dieser Prozesse (Staat und Administration, kirchliche und weltliche Grundherren, Kolonisten) vorzustellen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft des Königreichs auf der Mikroebene wie auf der Makroebene zu untersuchen.
Programm:
Donnerstag, 2.10., 18 Uhr
Zur Einführung in die Tagungsthematik:
Dr. György Kurucz, Budapest: Agrarwirtschaft und Kolonisation
Freitag, 3.10., 9 Uhr
Rahmenbedingungen der Ansiedlung
Dr. Norbert Spannenberger, Leipzig: Die Migrationspolitik in den Neo-Acquistica: Rekonstruktion und Interpretation in der österreichischen und ungarischen Historiographie.
Dr. Ernst Petritsch, Wien: Der habsburgische Staat als Akteur der Ansiedlung in Ungarn von Karl VI. bis Joseph II.
Dr. Marta Fata, Tübingen: Die josephinische Ansiedlungspolitik
Formen und Dynamik
Dr. Márkusné Vörös Hajnalka, Veszprém: Die Ansiedlung im Komitat Veszprém
Dr. Lilla Krász, Budapest: Hygiene und Medizin – Administration und Kolonisten
Prof. Dr. Katharina Wild, Pécs: Ausgleichsprozesse in den donauschwäbischen Dialekten
Samstag, 4.10., 8.30 Uhr
Kirche und Konfessionen
Prof. Dr. Zoltán Csepregi, Budapest: Protestantische Kolonisten in Transdanubien
Dr. Zoltán GŐzsy, Pécs: Die Canonica visitationes als Quelle zur Eingliederung der Kolonisten in der Diözese Fünfkirchen
Dr. Gábor Barna, Szeged: Die interkulturelle Komponente der Wallfahrten
Wirtschaft
Prof. Dr. Zoltán Kaposi, Pécs: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ansiedlung in Ungarn
Dr. Karl-Peter Krauss, Tübingen: „Mit einem Bündel sind sie gekommen“. Geldtransfer aus dem Deutschen Reich nach Ungarn.
Kontakt:
UDPI, Michaela Stiller
7624 Pécs, Mikes Kelemen u. 13
Tel.: 72/514-071
oder
Prof. Dr. Gerhard Seewann, PTE-BTK, Stiftungslehrstuhl für deutsche Geschichte und Kultur im südöstlichen Mitteleuropa, Rókus u. 2, H-7624 Pécs
Tel.: 0672/503-600/3573, 06/209610705
udpi @ szeptember 17, 2008